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Kaufpreisfindung Grundsätzlich gilt: Unsere aktuelle Marktsituation ermöglicht den Suchenden einen enormen Überblick über den regionalen Immobilienmarkt. Und es gibt mehr Angebote als tatsächliche Käufer. Sie müssen also aktiv werden um Ihre Immobilie erfolgreich zu vermarkten. Der erste Schritt dafür ist die sorgfältige Überlegung des marktgerechten Angebotspreises. Ein nachträgliches Korrigieren der Preisangabe ist in den meisten Fällen fatal.
Lassen Sie den Wert Ihrer Immobilie von einem Sachverständigen errechnen. Dem Käufer gegenüber ist eine nachvollziehbare Wertermittlung ein starkes Argument! Wird der Kaufpreis „über den dicken Daumen“ gefunden, bedeutet das unter Umständen das Aus für einen erfolgreichen Verkauf.
Marketing Viele Privatanbieter werben ihre Immobilie bereits in den ersten Wochen kaputt. Achten Sie penibel auf die inhaltliche Gestaltung und die zielgerichtete Verbreitung Ihrer Inserate. Auch die Häufigkeit des Erscheinens ist ein Punkt, der für jedes Angebot zuvor individuell ermittelt werden sollte. Abwechslungsreich sollte es sein. Gehen Sie davon aus, dass der Leser den Immobilienmarkt besser kennt als Sie selbst!
Zielgruppe Es gibt unterschiedliche Zielgruppen für unterschiedliche Immobilienangebote. Überlegen Sie, welche Käufer für Ihre Immobilie in Frage kommen und legen Sie Ihr Marketing für diese Zielgruppe aus.
Detaillierte Auskünfte Vorsicht beim Verabreden von Besichtigungsterminen! Schnell haben Sie wildfremden Menschen verraten, wann Sie nicht zu Hause sind! Geben Sie Unbekannten keine Grundrisse in die Hand! Wenn Sie jemanden nicht kennen, wissen Sie nicht, ob derjenige tatsächlich eine Immobilie kaufen möchte oder nur wissen will, durch welches Fenster man unbemerkt einsteigen kann. Geben Sie Fremden nicht Ihre Adresse bekannt. Wenn Sie sonntags vor dem Frühstück aus dem Bett geklingelt werden ist das tatsächlich noch harmlos.
Besichtigungstourismus Besichtigungstourismus ist ein neues Hobby von vielen Schein-Interessenten. Einfach mal gucken wie andere Leute wohnen oder aus reinem Interesse schöne Häuser ansehen. Das kostet Zeit, Geld und Nerven. Prüfen Sie ganz genau, wer Sie besuchen kommt, bevor Sie die Leute vor Ihrer Gartentür begrüßen. Bei Besichtigungen sollten Sie nicht allein zu Hause sein!
Bügeln Sie kleine Falten aus Sie müssen nicht handwerklich begabt sein um den ein oder anderen Schönheitsfehler am Gebäude schnell zu beseitigen. Blättert am Balkongeländer die alte Farbe ab – schwingen Sie schnell den Pinsel. Doch Achtung! Schäden und Mängel am Gebäude dürfen Sie nicht verstecken! Sie haften mit jeder Aussage gegenüber Ihren Interessenten.
Möbeln Sie Ihr Angebot auf „Probier ’s mal mit Gemütlichkeit“ … Eine leerstehende Immobilie wirkt kahl. Schon eine kleine Sitzgruppe die Sie sich bei Freunden borgen können wirkt Wunder! Außerdem wirken möblierte Zimmer tatsächlich größer als leere Räume.
Atmen Sie auf Raumparfüm ist eine kleine Anschaffung mit großer Wirkung. Gerade unbewohnte Gebäude neigen zur Geruchsentwicklung. Kämpfen Sie für eine persönliche Duftnote, lüften Sie vor jedem Besichtigungstermin, betätigen Sie die Toilettenspülung und verstopfen Sie freigelegte Abflüsse in abgebauten Küchen.
Keine Kompromisse Die sorgfältige Aufbereitung der Objektdaten ist ein Muss. Verwenden Sie dazu ein modernes Design, beachten Sie eine strukturierte Anordnung und geben Sie alle Daten wahrheitsgemäß an. Freundliche Fotos, grafisch aufpolierte Grundrisse, emotional formulierte Beschreibungen und so weiter – Bieten Sie das volle Programm! Jeder Interessent sollte ein hochwertig aufgearbeitetes Exposé mit nach Hause nehmen. Denken Sie daran: Zu Hause auf dem Sofa hält man Ihr Haus in Händen – und das soll doch in guter Erinnerung bleiben!
Zeigen Sie keinen Saustall Wenn jemand Ihre Immobilie betritt, entscheidet sich in den ersten Sekunden ob tatsächliches Interesse besteht oder eher Abneigung gefühlt wird. Psychologisch wertvoll sind diese kleinen Faustformeln: Nehmen Sie die verwelkten Blumen vom Wohnzimmertisch, abgewetzte Zahnbürsten im Bad verschwinden in der Tonne, Ihre Klamotten gehören in den Schrank, lassen Sie Ihren verschmutzen Spül nicht in der Küche stehen und die dicke Staubschicht hinter dem Fernseher muss auch verschwinden. Besichtigen Sie eine unbewohnte Immobilie, dann scheuen Sie keine Mühe nach dem Auszug Ihren Wischmop zu schwingen. Die Interessenten werden Ihnen danken!
Ideen der Interessenten Sie glauben ja gar nicht, mit welchen Argumenten Kaufinteressenten versuchen werden Ihren Preis zu drücken. Selbst wenn der Angebotspreis sorgfältig ermittelt wurde, versuchen Schnäppchenjäger immer wieder zu verhandeln. Wenn Sie sich nicht überraschen lassen möchten, rufen Sie uns an! Und werden Sie misstrauisch, wenn jemand nicht verhandeln möchte!
Wie besichtigt man richtig? Bevor Sie den Interessenten Ihr Eigentum zeigen, qualifizieren Sie das tatsächliche Interesse Ihrer Gäste mit einigen gezielten Fragen. Erst, wenn sicher ist, dass tatsächlichen Kaufinteresse besteht sollten Sie Fremde in Ihr Schlafzimmer lassen. Der Smalltalk kommt von ganz alleine - und nach der Besichtigung nehmen Sie die Gelegenheit wahr, das Ein oder Andere über die Empfindungen für Ihre Immobilie zu erfahren.
Verhandlungssache Ein Gesundes Misstrauen schadet nicht. Werden Sie stutzig, wenn der Käufer Ihren Angebotspreis ohne zu Feilschen akzeptiert. Verkaufen Sie nicht ohne Finanzierungszusage und prüfen Sie die Bonität Ihrer Vertragspartner. Übrigens ist Ihr Notar nur für die inhaltliche Richtigkeit des Kaufvertrages verantwortlich!
Der Kaufvertrag Haben schon mal einen notariellen Kaufvertrag gelesen? Hochdeutsch ist das ganz sicher – aber bei dem was drin steht, versteht man als ungeübter Leser eher Spanisch. Beachten Sie: „Beurkundung“ bedeutet, dass der Notar den Vertragsinhalt für rechtlich sicher hält. Zu prüfen, ob Ihr Käufer auch bezahlt oder was im Einzelnen als vereinbart gilt, ist nicht die Aufgabe eines Notars!
Beachten Sie: Auf die erste Flut von Anfragen werden Sie mit Begeisterung und voller Elan reagieren. Doch kaufen werden diese Anrufer Ihre Immobilie nur mit einer gehörigen Portion Glück! Und die vielen Anfragen der ersten Wochen werden sehr schnell weniger.
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